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Liebe

1. Liebe bedeutet mit allem rechnen zu müssen,
denn später möchte man ja sich und seien Partner addieren,
seine Sorgen und Probleme abziehen, seine Gefühle multiplizieren und sein Glück teilen.

2. Liebe bedeutet, dass zwei Herzen im gleichen Rhythmus schlagen.
Liebe ist wie eine gute Melodie- mitreißend, emotional, aber auch ein wahnsinniger Ohrwurm, der uns zwingt die ganze Zeit daran zu denken.

3. Liebe bedeutet Gemeinsamkeiten, aber auch Kontrast,
man darf nicht vergessen, dass düstere und dunkle Tage genauso existieren, wie helle und freundliche,
denn da wo Licht ist, ist auch Schatten und genau das macht ein perfekt gemaltes Bild, ein Meisterwerk aus.

4. Liebe bedeutet Moral, Verständnis und Kompromissbereitschaft,
denn es ist natürlich sich zu streiten, da es keine goldenen Regeln für das Zusammenleben gibt,
aber eins steht fest- wahre Liebe oder Freundschaft können für manche der Sinn des Lebens sein.
Theresia 

Fehler
Ich bin ein Fehler,
ein Fehler in der Matrix,
wie ein Programmierfehler, der nicht hätte passieren dürfen,
ein Fehler, den keiner haben will und den man hätte verhindern müssen.
Ich bin das, was die Gamer einen Lag oder Bug nennen,
ich bin ein Fehler im Programm eines Schutzmechanismus, weshalb der Computer mit Viren infiziert wird.
Ich bin der Fehler, der einfach immer unerwünscht ist.

Aber leider bin ich nicht nur ein Fehler, den man hätte beheben können, sondern auch ein Mensch, besser gesagt ein Mädchen.

Ich bin ein Mädchen, das auch als „die Andere“ bezeichnet wird.
Ich bin die, die nur im Grundgesetz genauso viel wert ist, wie alle anderen, die anders sind als ich und mich deshalb „die Andere“ nennen, weil Individualität und Persönlichkeit wahrscheinlich Fremdwörter für sie sind.
Ich habe Gedanken und Gefühle, die nicht normal und somit automatisch in der Gesellschaft verboten sind, weil die Leute, die festgelegt haben, was normal ist zwar schon lange tot sind, aber vergessen haben zu erwähnen, dass diese „Grundregeln“ sich auch mit der Zeit ändern können, weshalb sich viele Menschen leider immer noch an die verklemmten und altmodischen „Festlegungen“ halten.
Und das Wort tolerant ist in Wirklichkeit nur ein schwammiger Begriff, der schön klingt, wenn man ihn mit Gesellschaft kombiniert.

Ich bin ein Fehler und es tut mir leid, dass ich bin, wie ich bin, denn freiwillig ausgesucht hätte ich mir das auf keinen Fall.
Und spätestens jetzt weißt auch du, dass ich ein Fehler bin, aber bitte, zieh mich nicht damit auf.
Denn, wenn du das tust, dann bist du auch nicht mehr, als ein Fehler.
Einer von zu vielen Fehlern in der Gesellschaft, die dafür sorgen, dass Menschen wie ich überhaupt als fehlerhaft angesehen werden.

Theresia

Treppenhaus
Ich sitze auf einer Stufe, in einem Treppenhaus mit weißen Wänden.
Auf einer Treppe, welche mich zur nächsten Etage bringt, aber welcher Stock es ist und wie viele Stufen, nach der folgen werden, auf der ich gerade sitze, ist mir unbekannt.
Auch wie viele Etagen danach noch erreicht werden könnten weiß ich nicht.
Ich will nicht weiter gehen, weil ich Angst habe, niemals irgendwo anzukommen, allerdings will ich auch nicht zurück nach unten, weil ich schon viel zu weit gelaufen bin und mir die Aussichten dort unten weniger gefallen, außerdem fürchte ich mich vor Kellern.
Also bewege ich mich nicht und sehe somit jeden Tag nur dieses Treppenhaus, dessen weiße Wände langsam grau werden.

Theresia