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Jede Träne zeigt, 
dass wir fühlen.
Jeder Tropfen Blut,
dass wir leben.
Warum ist es dann so schwierig, 
uns unsere Gefühle einzugestehen?
Wir verkaufen „fremde Freiheit“,
wissen nicht, wir selbst zu sein. 
Sehen wir denn nicht die Wahrheit,
sondern nur unseren Heiligenschein?
Wir haben ja nichts getan,
haben Regeln und Normen geachtet.
Doch ist es nicht verächtlich,
zu was wir es nur brachten?
Unsere größte Angst ist gleiche Liebe,
denn Kriege gibt es hier nicht. 
Warum sollte uns das interessieren,
wenn es uns doch nicht betrifft?
Wir ziehen Striche durch unseren Kreis,
teilen Menschen und kein Brot.
Treiben wir es nicht zu weit
in unsrer überfüllten Not?
Frauen bekommen weniger Geld
für Arbeit in der „Männerwelt“.

Dabei sind wir doch alle gleich,
im Inneren, gestern sowie heute.
Denn jede Träne zeigt,
dass wir fühlen.
Jeder Tropfen Blut,
dass wir leben.
Doch jede Regel und jedes Verbot
bringen uns nichts,
wenn wir nicht nach Menschlichkeit streben!

Seek