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In einer längst vergangenen Zeit…

In einer längst vergangenen Zeit,
die Zeit von Pharaonen und Königen,
einer Zeit der Cäsaren und Kaiser,
der Entdecker und Erfinder
und eine Zeit voller Philosophen und Einfallsreichtum
– doch wo sind sie heute?

Auch wir haben etwas geschafft.
Wir bezwangen die rauen Meere und höchste Gebirge,
wir brachten dem Mensch das Fliegen bei, was ihm nie vorbestimmt war,
wir meisterten die Digitalisierung der Welt,
schufen uns ein Leben, wie es uns gefällt.
Aber wir stehen am Rande unserer Vernichtung – durch uns selbst.
Wer sonst kann von sich behaupten, für den eigenen Untergang
verantwortlich zu sein?

Wer hat sich selbst an den Abgrund gestellt?
Nur ein Hauch von Wind bis man fällt.
Nur die kleinste Erschütterung ist eine Gefahr,
dies ist wohl nur den Wenigsten klar.

Der Untergang war schon damals die Gier,
doch aus der Geschichte lernen wir nicht.
Die klügsten Denker nahm man ins Visier,
niemand folgte auch nur irgendeiner Pflicht.

Und so spielt man mit unserer Welt,
vergisst die längst vergangene Zeit,
bis man selbst in den Abgrund fällt,
nur so weiter, dann ist es nicht mehr allzu weit.